Politik, Technik, Wirtschaft und Finanzen

Meine kritischen Ansichten zu Politik, Technologie, Wirtschaft und Finanzmärkten

Ein Jahr Finanz- und Bankenkrise

Mittlerweile ist ein Jahr vergangen seit dem Ausbruch der Bankenkrise ausgelöst durch das Absinken der Immobilienpreise und den damit verbundenen Ausfällen der Subprime Schuldner. Dabei ist das so eigentlich auch nicht richtig, denn erst waren wohl die Ausfälle der Subprime Schuldner zu verzeichnen und mit der Versteigerung bzw. dem Notverkauf von Häusern durch die Banken, wurden dann mit dem Überangebot die Immobilienpreise gedrückt. Daran waren die Banken selber Schuld, man hat die Lunte zum Explodieren der Subprime-Bombe selbst angezündet. Wie man das gemacht hat??? Ganz einfach, man vergibt Hauskredite an Leute, die sich die Raten gar nicht leisten können aufgrund ihres Einkommens. Möglich wird das durch niedrige Raten in den ersten zwei Jahren, die dann plötzlich auf die “real notwendige” Rate ansteigt. In der Hoffnung auf immer weiter steigende Immobilienpreise habe so einige gedacht, dass man das Haus dann nach den zwei Jahren mit hohem Gewinn ja wieder verkaufen kann. Zockerei pur, wie im Casino.

Jetzt jammern die Banken, zumindest die, denen man diese gebündelten Immobilienkredite als Finanzinnovationen untergejubelt hat. Dabei muss ich mich immer wieder wundern, wie eine IKB mit einer vergleichsweise kleinen Bilanzsumme einer der größten Halter dieser Finanzprodukte sein konnte. Über 10 MILLIARDEN Euro werden so dem dummen deutschen Steuer-Michel aufgebürdet. Die Verantwortlichen dieser katastrophalen Fehlentscheidungen werden mit hohen Abfindungen in millionenhöhe “bestraft” und dürfen dann frühzeitig ihre Rente genießen. Wer aber Steuern dem Staat hinterzieht, der muss mit Gefängnis rechnen.

Wie kann es sein, dass Manager Milliarden Euro Steuergelder verschwenden können und dafür unbehelligt bleiben? Bei solchen Leuten sollten die Privatvermögen gepfändet werden, denn unzähligen Anlegern haben diese Menschen ihre Ersparnisse und Altersvorsorge gekostet.

Ist es 2007 oder 1987?

Was an der Börsen die letzten Tage passiert ist, erinnert mich sehr an 1987. Auch damals gab es Verwerfungen im internationalen Finanzgefüge, doch die Börsen kletterten munter weiter. Es wurde ein neues Allzeithoch im August 1987 erreicht, die Stimmung war gut. Dann korrigierte die Börse um 10% bis zum 17.September, Tags darauf stieg der Dow Jones Index wieder stark an. Auch 1987 waren die Zinsen im Laufe des Jahres angestiegen und belasteten die Märkte. Immer wenn der Dollar gegenüber den Yen aufwertete, stiegen die Märkte, genau wie 2007. Doch jetzt belastet der steigende Yen die Märkte, die Kreditkrise macht es nötig die Yen Carry Trades aufzulösen, das über Jahre zu niedrigst-Zinsen in Japan geliehene Geld, das überall in der Welt angelegt wurde wird nach Japan zurücktransferiert.

 

Auch 2007 steigen die Märkte bei einem fallenden Yen/Dollar Kurs und fallen, wenn der Yen aufwertet. Allerdings sind diese Wechselkursspannungen 2007 wesentlich größer und heftiger als 1987. Der Dow Jones ist um 12% gefallen, bis die Notenbank die Notbremse zog und eine Notzinssenkung zur Stabilisierung der Märkte zu erlangen.

Und dann ist da zusätzlich noch das Carry Trade Problem. Charttechnisch gesehen hat das USD-Yen Verhältnis seine 2,5 jährige Bearkeil Formation mustergültig nach unten verlassen und wird weiter abwerten, der Yen also aufwerten. Ziel ist etwa der 105er Bereich.

Die durch die Notzinssenkung erreichte Stabilisierung wird auch noch einige Tage gut gehen, doch sobald die Märkte verstehen werden, dass sich in den USA ein wirtschaftlicher Abschwung neben der Kreditkrise entwickeln wird, werden weitere Yen Carry Trades aufgelöst werden. Dann wollen aber alle gleichzeitig durch diese Tür, also die Assets in Dollar verkaufen und zurück in den Yen transferieren. Zusätzlich werden die Ausmaße der Kreditkrise deutlich werden, bis Mitte 2008 werden erst die meisten der wackeligen Kredite ausfallen, die Versteigerungen von Häusern in den USA erst Ihren Höhepunkt haben. Bis dahin ist es ein langer Weg. Die Börse wird das vorausahnen, nach ersten schlechten Daten wird man verkaufen wollen, um einem Abschwung nicht mitzumachen. Aber zu diesem Zeitpunkt, ca. in der Woche vom 10.09.2007 an, könnte es eng werden an den Börsen. Wenn auch nur ein größerer Hedgefonds wegen der Kreditkrise in Zahlungunfähigkeit gerät und insolvent wird, kann das eine Kettenreaktion wie 1987 auslösen, vielleicht sogar schlimmer. Nach den Verlusten dieser Woche werden die Investoren sehr nervös reagieren und nicht noch einmal Verluste erleiden wollen.

Was passiert, wenn alle gleichzeitig durch eine Tür wollen, sieht man auf dem nachfolgenden Chart, der nur zwei Monate von 1987 mehr umfasst…

Man wird sehen, was 2007 passiert.

Der Beginn der Vertrauens- und Finanzkrise

Da ist sie also, die erste “kleinere” Finanzkrise, die aus meiner Sicht aber auf das kommende hinweist. Zu lange wurde an den Märkten das Risiko ignoriert, das von überhitzten, mit billigem Geld aufgeblähten Immobilienmärkten ausgeht. In den USA laufen diese Verwerfungen jetzt schon seit dem Ende des Technologieaktienbooms und der ersten Börsenkrise 2000 bis 2003. Mit allen Mitteln wurde und wird versucht, den Konsum der Verbraucher aufrechtzuerhalten, um den wirtschaftlichen Abschwung zu verhindern. Doch wenn eine kleine Krise verhindert wird, indem die Ursachen dieser Krise verlagert und nicht beseitigt wird, kommt irgendwann einmal ein Punkt, an dem sich nichts mehr vertuschen lässt. Dieser Punkt beginnt in dem Moment, wenn das Vertrauen der Akteure am Finanzmarkt in das System nicht mehr gegeben ist. Dieser Zeitpunkt ist seit dieser Woche erreicht!!!

Die in immer geschickter verpackten, immer undurchschaubareren Produkten wie Asset Backed Security (ABS), Residential Mortgage Backed Security (RMBS), Commercial Mortgage Backed Security (CMBS), Collateralized Loan Obligation (CLO) oder Collateralized Debt Obligation (CDO) verkauften Kreditrisiken, wurden von den Ratingagenturen mit guten Ratings bewertet. Wie John Mauldin auf http://www.safehaven.com/article-8214.htm beschreibt, wohl auch aufgrund der Tatsachen, dass die Ratingagenturen daran prächtig verdienten. Damit haben Sie allerdings das in Sie gesetzte Vertrauen missbraucht. So etwas lässt sich nicht einfach wieder Rückgängig machen und wird den Anfang einer Systemkrise einläuten. Wenn man mit AAA gerateten Produkten nicht trauen kann, was dann? Und wie kann es sein, dass AAA geratete Produkte in kurzer Zeit zum Ausfallrisiko werden? Wie konnten diese Produkte überhaupt AAA geratet werden?

Ohne eine vernünftige, verlässliche Risikobewertung durch Ratingagenturen ist es aber unmöglich für die Banken Kredite zu vergeben und dabei eine vernünftige Risikoeinschätzung und -Vorsorge zu treffen. Die Kreditvergabe wird darunter extrem leiden und so auch die Realwirtschaft beeinflussen. Über das nachlassende Wirtschaftswachstum werden die Firmen dann wieder weniger Kredite zurückzahlen können und Leute entlassen. Diese Arbeitslosen werden dann ihre Hypotheken nicht mehr zurückzahlen können, dann werden weitere Kredite platzen und so weiter und so weiter. Diese gefährliche Spirale wurde diese Woche in Gang gesetzt. Daran werden auch Zinssenkungen der Notenbanken so schnell nichts ändern. Nun kann man sagen, solche Krisen hat es öfters gegeben und die Märkte sind weiter gestiegen. Aber eben nur deshalb, weil es keine Vertrauenskrise gab, diese ist aber jetzt im Gange. Viele werden in den nächsten Tagen fragen, wenn schon die Notenbank FED eine Notzinssenkung durchführen muss, wie schlimm steht es dann wirklich um die Finanzmärkte und dummerweise kann man das ja nicht verlässlich sagen, denn auf ein triple A Rating kann man nichts mehr geben….

US Dollar bei über 1,38 Euro

Der Dollar verliert derzeit weiter an Wert und erreicht seit der Einführung des Euro sein niedrigstes Wechselkursverhältnis. Leider bleibt der Goldpreis hinter dieser Entwicklung zurück. Es sieht so aus, als ob es die Regierungen und Notenbanker schaffen sollten den Kursaufschwung des Goldes aufzuhalten und somit den “Inflationsmesser” Goldpreis weiter unterhalb der realen Inflation zu halten. Dabei bedient man sich mal wieder der Zentralbankverkäufe und derzeit vor allem der Goldreserven des IWF und diverser Futures Derivate.

Wie lange kann das noch so weitergehen? Nun, das weiss wohl keiner so genau, ich vermute bis mindestens Ende diesen Jahres, eventuell länger. Natürlich ist es auch möglich, dass der Goldpreis jetzt ausbricht und neue Höchststände erreicht. Ich persönlich glaube es aber nicht, dass es so kommt, denn der US Dollar hat schon sehr viel an Wert verloren, ohne dass der Dollar gestiegen ist und die Monate August und September sind zyklisch gesehen eher schlechte Monate für den Goldpreis. Langfristig wird der Goldpreis bis etwa 2011 steigen, welcher Preis in US Dollar dann erreicht werden, ist schwer zu kalkulieren. Wenn die Goldhausse ähnlich der späten 70er Jahre verläuft, dann sollten etwa 6000 US Dollar erreicht werden, allerdings dürfte der Euro dann bei 1,8 bis 2,2 US Dollar stehen, es sei denn die EZB steuert mit der gleichen Geldmengenerweiterung gegen.

Freiheit für RAF Terroristen?

Derzeit wird eine öffentliche Debatte darüber geführt, ob Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, die beiden letzten in Haft befindlichen RAF Terroristen, wieder in Freiheit kommen sollen. Sie hätten nach 25 Jahren Haft genug gebüsst und sollten trotz mehrmaliger Lebenslanger Haftstrafen freikommen. Dies sei in der Bundesrepublik ein üblicher rechtstaatlicher Grundsatz, Menschen nach 25 Jahren die Möglichkeit auf Freiheit zu geben.

Mir drängt sich da die Frage auf, warum es dann eine “mehrmalige Lebenslange Haft” als Strafe gibt und nicht ein Strafmaß von mindestens 25 Jahren. Ja, ja, ich weiß, Abschreckung und so. Aber was soll daran abschreckend sein, wenn jeder über diesen “rechtsstaatlichen Grundsatz” Bescheid weiß?

Sind unsere Strafmasse überhaupt noch sinnvoll? Sollte man einen mehrfachen Mörder nach 25 Jahren entlassen, der “nicht weiss warum er überhaupt gemordet hat”? Kann man eine “positive soziale Prognose” für so jemanden überhaupt über die Gefahr eines neuerlichen Mordes an einem unschuldigen Menschen setzen? Eine Studie in den USA bei Massenmördern hat nur eine Übereinstimmung in ihrem Verhalten gezeigt: Sie wussten meist nicht warum sie überhaupt so brutal gemordet haben…

Zurück zu unseren Terroristen, und dass sind sie noch immer denn eine öffentlich Abkehr von ihren Taten hat nie stattgefunden. Nur wer öffentlich bekennt, dass seine Taten falsch waren und soetwas nie wieder machen wird sollte für eine Begradigung in Frage kommen. Das allerwichtigste ist jedoch ein öffentliche Entschuldigung für die brutalen Morde bei den Hinterbliebenen der Opfer.

Da Mohnhaupt und Klar dies ablehnen, sollten Sie in Haft bleiben. Gnade vor Recht haben nur diejenigen verdient, die selber zu Mitgefühl fähig sind.

Was es bedeutet, wenn man als kleines Kind ohne Vater aufwächst, diesen sogar in Haft im Fernsehen sieht können sich wohl nur die wenigsten vorstellen. Mir persönlich sind die Bilder der zerstörten Limousine von Alfred Herrhausen und den mit verbundenen Augen vor einem RAF Plakat knieenden Hans Martin Schleyer noch in Erinnerung. Damals war ich 10 Jahre alt und hatte furchtbare Angst. Heute erinnert mich das Bild von Hans Martin Schleyer an die Enthauptung eines Amerikaners vor laufender Kamera durch Alqaida Terroristen. Würden Sie diese Menschen nach 25 Jahren begnadigen wollen?

Windows Vista kommt am Dienstag – na und?

Am Dienstag den 30.01.2007 soll der Verkaufsstart von Windows Vista erfolgen, der neuesten Betriebssystem Entwicklung aus dem Hause Microsoft. Mircosoft selbst setzt große Hoffnungen auf einen Erfolg des Betriebssystems. Allerdings halte ich diese Einschätzung für Fragwürdig. Meiner Meinung nach sind die technischen Anforderungen an die Hardware zu hoch, um derzeit ein erfolg zu werden. Nur im Verkauf mit einem neuen Computer würde ich persönlich Vista einsetzen. Aber auf meinem Laptop mit 1 GB Speicher wäre das System viel zu langsam.

Viel eher traue ich dem neuen Office Paket einen guten Start zu. Hier dürfte es neben dem Verkauf von Office Paketen mit neuen Computern eine Reihe von Anwendern geben, die das Office Paket unter XP laufen lassen werden. Da das letzte Update auch schon eine Weile her ist, dürfte dies auch aus Gründen der Abschreibbarkeit zu vermehrten Investitionen der Firmen kommen.

Update zu Dollar und Gold

Jetzt ist auch Gold aus seiner Konsolidierungsformation ausgebrochen und startet die nächste Aufwärtswelle. Ziel bis Mai 2007 zwischen 850 und maximal 1050 USD/OZ.

Dazu passend ist auch ein Bericht der Wirtschaftswoche über die Verschuldung der öffentlichen Haushalte in den USA. Demnach explodieren die Schulden unter der Regierung Busch gerade zu. Das führt zu immer mehr Geld, das in Umlauf gebracht wird, was natürlich langfristig inflationär wirkt. Das schwächt den Dollar und stärkt den Goldpreis, der seit Jahrhunderten als bester Inflationsschutz bezeichnet wird.

Gold und Dollar

Es ist soweit, der Dollar ist aus einer mehrmonatigen Konsolidierungsformation ausgebrochen und verliert rapide an Wert gegenüber dem Euro.

Im Kielwasser des schwachen Dollars kann sich auch der Goldpreis nach oben bewegen und bricht ebenfalls aus einer Charttechnischen Konsolidierungsformation nach oben aus.

Die sich aus der Konsolidierungsformation ergebenden Kursziele sind etwa 1050 USD/OZ beim Gold bis Mai 2007. Der Euro-Dollar Kurs dürfte in einer ersten Zwischenstation 1,38 ansteuern und bis zum Mai 2007 auf etwa 1,55 ansteigen.

Was das für die deutsche Exportwirtschaft bedeutet wage ich mir nicht auszumahlen, zumal der Binnenkonsum aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung in 2007 auch zu leiden haben wird. Kommt 2007 die Rezession?

Bush verliert Mehrheit im Abgeordnetenhaus

Wie ich soeben gehört habe, hat Präsident George W. Bush den Demokraten zu einer Mehrheit im Abgeordnetenhaus verholfen – Hurra! Seine große Beliebtheit überall auf dieser Welt, die er sich durch den Irakkrieg und weiteren “klugen” Entscheidungen wie der Verweigerung von Klimaschutzabkommen und Abhörgesetzen redlich verdient hat, hat nun auch die letzten Vollpatrioten dazu gebracht den Republikanern die Gefolgschaft zu verweigern.

Immerhin, kann man sagen, dass nach 6 Jahren der Politik dieser schlimmsten US Regierung aller Zeiten auch der Durchschnittsamerikaner merkt, was er alles verloren hat. Die von den Amis immer hochgepriesene Freiheit wurde durch jede Menge Big Brother Gesetze derart beschnitten, dass es selbst den Informationsresitentesten US Bürger aufgefallen ist.

Bleibt zu hoffen, dass jetzt Mister President etwas gezügelt wird im Kampf gegen den Terror und Schurkenstaaten wie Kuba, den Iran oder Deutschland. Allerdings bedarf es wohl nur eines größeren Terroranschlages in den USA, um wieder voll Patriotismus die Demokraten zu Zugeständnissen zu bewegen und das Wurzel allen Übels, den Iran, auszuradieren. Die Flotte hat zumindest vorsorglich schonmal Stellung bezogen. Aber das ist eine andere Geschichte…

BenQ und Siemens

Nachdem die deutsche GmbH, die die Siemens Handy Sparte betreibt, Insolvenz angemeldet hat, ist der Katzenjammer groß. Mehrere hundert Arbeitsplätze werden wohl verloren gehen im Hochlohnland Deutschland. Wer geglaubt hat, dass BenQ auch nur eine Woche länger die mit Siemens vertraglich zugesicherten Arbeitsplatzgarantien aufrechterhält, der sieht sich eines besseren belehrt.

BenQ hat genau dass gemacht, was viele Asiatische Firmen, vor allem in China, gemacht haben und weiter machen werden. Sie benutzen Markennamen von Weltruf und verscherbeln darunter ihre in Billiglohnländern hergestellten Produkte. Wer jetzt in Asien BenQ Siemens Handys kauft, der kauft zumindest einen Teil eines Qualitätsnamens. Aber ohne die Qualität, die den Namen Siemens über Jahrzehnte zu einer Qualitätsmarke haben werden lassen.

Hat sich Siemens das nicht denken können und sind die Manager übers Ohr gehauen worden???

Wohl kaum. Hier zeigt sich eiskaltes, berechnendes Kalkül der Siemens Manager. Die Handy Sparte abzustossen und damit keine milliardenschweren Zahlungen an die Beschäftigten leisten zu müssen, war wohl verlockender als der Prestigeverlust und die Verwässerung der Marke Siemens. Da wirkt das Angebot von Siemens, den Beschäftigten mit einigen zehnmillionen Euro unter die Arme zu greifen geradezu als lächerlicher Hohn.

Das Image von Siemens im Inland konnte auf diesen Weg gerettet werden, denn schließlich ist man ja nicht mehr Eigentümer der Handy Sparte und damit auch nicht verantwortlich. Nur wenige begreifen die wahren Hintergründe, dass man auf Kosten der Mitarbeiter eine möglichst preiswerte “Entsorgungslösung” für den Handybereich finden wollte, ohne an Ansehen zu verlieren. Siemens gehört schliesslich immer noch zu den beliebtesten Arbeitgebern bei Akademikern in Deutschland. Gut dass man bei BenQ Siemens keine Umfragen mehr machen muss…..

Mag die Strategie von Siemens im Inland auch aufzugehen, so steht zu befürchten, dass der Imageschaden durch die Verwässerung der kostbaren Marke Siemens in Asien höher wiegt. Aber das wird man erst in einigen Jahren sehen. Zu weit weg für Siemens Manager…

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